Darmflora aufbauen

Darmflora aufbauen
Die chronische und akute Gastritis, auch Magenschleimhautentzündung genannt, treten oft auf. Klassische Symptome sind Oberbauchschmerzen, Völlegefühl und Übelkeit. Nach einigen Tagen heilen die akuten Gastritiden ab, während bei der chronischen Gastritis die Beschwerden wochenlang bestehen bleiben. Neben dem Behandeln des Auslösers sollte nach Möglichkeit, auf eine ausreichende Ernährung geachtet werden, durch welche der Nährstoffbedarf gedeckt und der Magen geschont wird. Bei dem Behandeln der chronischen Gastritis können Nahrungsergänzungsmittel Sinn ergeben.

Wie teilt man Gastritiden ein?

Zunächst unterscheidet man chronische von akute Gastridien. Die Magenschleimhaut reagiert bei der akuten Form der Gastritis auf einen Reiz, der für den Magen unverträglich ist, indem sie vermehrt Magensäure produziert. Daraus folgen Völlegefühl, Oberbauchschmerzen und Übelkeit. Nach ein paar Tagen lassen die Beschwerden nach. In hartnäckigen Fällen ist es möglich, dass die Heilung durch Arzneimittel unterstützt wird, welche die Magensäure-Produktion hemmen.

Bei der chronischen Gastritis unterteilt man nach der jeweils vorliegenden Ursache: Die Vermittlung der Typ A-Gastritis erfolgt autoimmun. Das heißt, dass die Immunabwehr gegen die körpereigenen Zellen der Magenschleimhaut angeht. Sie zerstört die Belegzellen, welche den Intrinsic Factor und die Magensäure produzieren. Durch das Bakterium Helicobacter pylori wird die Typ B-Gastritis vermittelt. Die Form der C-Gastritis führt man auf die Noxen zurück, welche eine magenschleimhautschädigende Wirkung haben, wie zum Beispiel medikamentöse Nebenwirkungen, Rückfluss von Gallesäuren oder Alkohol.

Sind bestimmte Ernährungsregeln beim Vorliegen einer Gastritis einzuhalten?

Es gibt keine genaue Regelung, wie bei einer Magenschleimhautentzündung eine gute Ernährung aussehen sollte. Es empfiehlt sich jedoch, dass man den Magen keinesfalls noch mithilfe von Nahrungsmitteln vielen Zusatzstoffen oder fettreichen, schwer verdaulichen Lebensmitteln belastet.

Durch das Auswählen einer leichten Schonkost wird der Magen entlastet. Leicht verdaulich sind fett-, proteinarme und kohlenhydratreiche Speisen, mildes Obst mit wenig Säure, gedünstetes Gemüse außer Kohlsorten, mageres Geflügelfleisch und Hafer. Wichtig ist, dass die Mahlzeiten lediglich mild gewürzt und in kleinen Portionen gegessen werden. Je nach individueller Verträglichkeit ist es möglich, den Speiseplan mit mageren naturbelassenen Milchprodukten zu ergänzen. Getränke wie Alkohol und Kaffee kurbeln die Produktion der Magensäure weiter an. Sie sollten daher gemieden werden.

Wie sollte man über den Tag die Mahlzeiten verteilen?

Wenn eine Gastritis vorliegt, ist es wichtig, dass der Magen so gut wie möglich geschont wird. Jeden Tag sind fünf kleinere Mahlzeiten ideal. Zur Unterstützung des Verdauungsvorgangs sollten diese ohne Hektik zu sich genommen und gut gekaut werden.

Wie kann man magenschonende Gerichte zubereiten?

Wer nach Rezepten für magenschonende Speisen sucht, den kann eine qualifizierte Ernährungsberatung helfen. Leichte Getreidebreie, wie etwa warmer Grieß- oder Haferbrei, welche mit ungezuckertem Kompott gegessen werden können, sind sehr magenschonend. Bei Gastritis rät man zu Haferschleim, weil diese Mahlzeit erfahrungsgemäß die Magenschleimhaut sehr schont. Hierfür kocht man eine halbe Tasse mit 1,5 Tassen Wasser und fein gemahlenen Haferflocken auf. Noch ungefähr zehn Minuten lässt man den Schleim auf der ausgeschalteten Herdplatte stehen, sodass die Haferflocken dann ausquellen können. Auch kann eine kleine Prise Salz dazugegeben werden. Selbst das Internet liefert viele Rezeptideen. Durch die Suchmaschinen ist es möglich, Rezepte für Grießbrei, Haferbrei und vergleichbare Speisen zu finden.

Sollte bei chronischer Gastritis eine glutenfreie Ernährung erfolgen?

Es ist wichtig, dass Patienten, die sowohl an einer chronischen Gastritis als auch an Zöliakie leiden, immer auf eine glutenfreie Ernährung achten. Die lymphozytäre autoimmune Gastritis, eine Unterform der Magenschleimhautentzündung, kommt oft zusammen mit der Glutenunverträglichkeit vor. Bei glutenfreier Diät können sich Symptome durch Zöliakie und lymphozytäre Gastritis zurückbilden. Patienten, welche keine Zöliakie haben, erfahren durch eine glutenfreie Ernährung keinen zusätzlichen Nutzen.

Was ist bei der Ernährung besonders zu beachten, wenn man an atrophischer Gastritis leidet?

Ist eine atrophische Gastritis gegeben, werden die Zellen zerstört, die den Intrinsic Factor und die Magensäure produzieren. Mithilfe des Intrinsic Factors erfolgt die Aufnahme von Vitamin B12 aus der entsprechenden Nahrung. Es ist lediglich mit dem Intrinsic Factor in dem terminalen Ileum aufnehmbar. Aus diesem Grund müssen Patienten mit atrophischer Gastritis Vitamin B12 unter die Haut als Injektion oder durch die Einnahme von hoch dosierten Nahrungsergänzungsmitteln substituieren. Denn ansonsten geraten sie in einem Vitamin B12-Mangel. Es ist wichtig, dass die Substitution ärztlich kontrolliert wird, damit ein Defizit ausgeschlossen werden kann. Auf lange Sicht führt ein Mangel an Vitamin B12 zu Schäden am Nervensystem und zu Anämie (Blutarmut). Die übrige Ernährung hingegen sollte man nach individueller Verträglichkeit gestalten.

Was wird Betroffenen empfohlen, die unter Gastritis Typ B oder Typ C leiden?

Bei der Gastritis Typ B ist sowohl eine magenschonende Ernährung als auch eine Therapie des vorliegenden bakteriellen Infekts mit Helicobacter pylori unverzichtbar. Die Behandlung besteht aus einem Arzneimittel, dass im Magen die Säureproduktion hemmt und einer kombinierten Antibiotikagabe.

Liegt eine Gastritis Typ C vor, ist das verursachende Agens zu identifizieren. Das ist der Stoff, welcher die Gastritis auslöst. Es besteht die Möglichkeit, dass die Ursache von Gastritis Typ C Alkohol, Rauchen oder Medikamente ist. Ein weiterer Auslöser, wie zum Beispiel der Rückfluss von Galle weiter in den Magen, kommt auch infrage. Wenn es möglich ist, sollte die Ursache beseitigt werden. Bei medizinischer Vertretbarkeit empfiehlt es sich, dass man die auslösenden Arzneimittel absetzt. Als Alternative kann auch eine Umstellung auf magenschonendere Präparate stattfinden. Ist das nicht möglich, wird weiterhin ein Magenschutz verschrieben. Ganz entscheidend ist, dass der Alkoholkonsum und das Rauchen eingestellt werden.

Wie erfolgt der Aufbau der Darmflora bei Reizdarm?

Durch die Reizdarm Beschwerden wird auch die Darmflora in ihrer Tätigkeit beeinträchtigt. Um diese aufzubauen, kann das medizinische Produkt Liadin Reizdarm dabei helfen. Liadin verfügt über eine präbiotische Wirkung. Liadin bindest beispielweise überschüssige Gallensäure und absorbiert endogene und exogene Gifte, die das Darmnervensystem schädigen. Damit erfolgt eine Stärkung der Darmflora mithilfe des Präparats Liadin.

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