Durchfall: Des einen Freud, des andern Leid


Ups,ist gerade nochmals gut gegangen, Dass hätte zwar nicht ins Auge, aber sprichwörtlich in die (Unter)-Hose gehen können.

Mit Durchfall „dampfende Luft“ ablassen wollen ist wie Roulette. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der wird mit Durchfall beim geringsten „rumoren“ im Magen das nächstgelegene „stille Örtchen“ aufsuchen.

Die Ärzte freuen sich über jeden Durchfallpatienten, auch wenn die Ursache meistens als Bagatelle diagnostiziert werden kann. Gott sei Dank.  Jeder Patient spült Geld in die Kassen der Ärzte.

Durchfall gehört mitunter zu den meisten Beschwerden die einen Arztbesuch rechtfertigen. Ein starker Durchfall lässt wenig Spielraum für irgendwelche Aktivitäten. Ein lauschiges Plätzchen in unmittelbarer Nähe der Toilette kann nicht verkehrt sein.

Durchfall ist nicht gleich chronischer Durchfall

Wer kennt es nicht. Irgendeinmal etwas gegessen oder etwas getrunken was einem nicht bekommen ist, der Magen-Darmtrakt spielt verrückt. Besonders Frucht-und-Obstsäfte im Gärungsprozess können oft die Ursache von schnell auftretendem Durchfall sein. Natürlich sind auch (leicht)-verdorbene Lebensmittel oft der Auslöser von Durchfall. Dass „Übel“ kündigt sich dann in der Regel durch „rumoren“ im Magen an.

So schnell wie diese Beschwerden gekommen sind können sie auch wieder verschwinden. Ein ganz „normaler“ Durchfall sollte sich in maximal 3-4 Tagen wieder normalisieren. Sicherlich eine sehr unangenehme Zeit, aber nicht der absolute „Supergau“.

Apotheken und Drogerien führen unzählige Mittel im Angebot diese Beschwerden zu lindern. Das Leiden findet oft ein schnelles Ende.

Bei chronischem Durchfall ist Ursachenforschung ein MUSS

Wer öfters, oder gar dauernd mit Durchfall (chronischer Diarrhoe) konfrontiert ist, sollte dies nicht auf die leichte Schulter nehmen. Mit Ausnahmefällen, wie Leute die ein geschwächtes Immunsystem haben, (HIV oder auch Krebs) ist Diarrhoe im Gegensatz zu akutem Durchfall nicht ansteckend.

Hat der Darm nicht ausreichend natürliche Abwehrstoffe können Darminfekte der Auslöser für chronischen Durchfall sein. Solche Infekte werden unter dem Sammelbegriff RDS (Reizdarmsyndrom) behandelt. Mit chronischem Durchfall sind meistens auch Bauchkrämpfe, Blähungen verbunden.

Die Wissenschaft tappt noch etwas im „Dunkeln“ über mögliche Ursachen. Das Angebot an Verursachern ist riesig, eine 100% richtige Diagnose zu stellen fast unmöglich. Erwiesen ist jedoch, dass wenn die natürliche Darmbarriere aus dem Gleichgewicht geraten ist solche Symptome auftreten können.

Mit einer speziellen Wirkstoff- Synerie aud hdrolisiertem Guar Fiber und Simethicon  ist es den Forschen gelungen eine wirksame Methode zu entwickeln. Dieses Mittel schützt die Darmwand und bringt die Darmflora wieder ins Gleichgewicht.

Die Liste von möglichen Ursachen für chronischen Durchfall ist sehr lange

  • Lebensmittel – Unverträglichkeiten
  • Langfristiger Alkoholmissbrauch
  • Diabetes
  • Störung der Schilddrüsenüberfunktion
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Darmentzündung nach Strahlenbehandlungen
  • Mukoviszidose (Stoffwechselkrankheit)
  • Darmversagen
  • Durch teilweise Entfernung des Darms (Kurzdarmsyndrom)
  • Motilitätsstörungen (Darmbeweglichkeit)
  • Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)
  • Glutenunverträglichkeit (Zöliakie)
  • Divertikulose (Entzündung der Divertikel)

Alleine diese Litanei an möglichen Verursachern von chronischem Durchfall lässt erahnen, dass sich auch spezialisierte Ärzte nicht leicht tun den oder die verantwortlichen Verursacher eindeutig zu bestimmen.

Dazu kommt erschwerend eine dritte „Unbekannte“.

Ach die Psyche eines Menschen kann chronischen Durchfall bewirken. Stress, Leistungsdruck, Prüfungsängste, Beziehungsprobleme können ebenfalls Unruhe in den Magen-Darmtrakt bringen.

Bei solch anhaltenden psychischen Problemen ist chronischer Durchfall nicht auszuschliessen.

Ein Gespräch mit einem Arzt kann Aufschluss geben

Bei länger anhaltendem Durchfall darf einem der Besuch eines Arztes nicht peinlich sein. Mit vielen Fragen wird der Arzt versuchen den einen oder anderen möglichen Verursacher schon einmal auszuschliessen. Mit Sicherheit wird der Arzt auch nach der psychischen Verfassung fragen. Hie dem Arzt ein X für ein U vorzumachen ist eine ganz schlechte Entscheidung.

Kann der Arzt psychische Ursachen mit Sicherheit ausschliessen, kann er sich auf die möglichen medizinischen Ursachen konzentrieren.

Bei der Suche nach medizinischen Ursachen wird der Arzt in aller Regel auch bei den „üblichen Verdächtigen“ anfangen.

Möglicher Fragenkatalog:

  • Wie lange bestehen die Beschwerden
  • Wie oft muss täglich zur Toilette gegangen werden
  • Wie schaut der Stuhlgang aus
  • Befindet sich Blut im Stuhl
  • Welche Begleiterscheinungen treten auf? (Blähungen, Magenkrämpfe) etc.
  • Wurde das Essverhalten umgestellt
  • Wurde etwas gegessen oder getrunken was unüblich ist
  • Werden irgendwelche Medikament eingenommen und wenn ja, welche
  • Bestehen Vorerkrankungen
  • Gibt es häufiger Stress oder andere Probleme die auf die Psyche schlagen könnten

Auf Grund dieser und ähnlicher Fragen kann sich der Arzt schon mal einen ersten Eindruck verschaffen wo die Problematik zu finden sein könnte. In einer ersten Phase wird auch der Blutdruck und die Körpertemperatur gemessen. In der Regel wird eine Probe des Stuhls an ein Labor zur weiteren Untersuchung überstellt.

Kann der Arzt keine eindeutige Diagnose stellen wird er weitere Untersuchungen vornehmen oder in Auftrag geben. Mögliche Szenarien:

  • Eine (unangenehme) Darmspiegelung
  • Gewebeproben werden untersucht
  • Hormone werden bestimmt und klassifiziert
  • Der Urin muss ebenfalls untersucht werden
  • Das Blut wird analysiert
  • Eine neurologische Beurteilung gibt Aufschluss über die Nervenaktivität
  • Auch ein Atemtest kann Aufschluss geben

Durchfall bedeutet viel Flüssigkeit zu verlieren. Das äussert sich in:

  • Dauernder Müdigkeit, Lustlosigkeit
  • Die haut wird schlaffer
  • Die Pulsfrequenz fällt
  • Dauernd ein trockener Mund
  • Viel Durst
  • Eingefallene Augen

Akuter Durchfall

Alle“Jubeljahre“ einmal ein Durchfall gibt keinen Anlass zur Besorgnis. Meist befindet sich der „Patient“ bereits auf dem Weg zur Besserung bevor eine Apotheke aufgesucht wird. Oft reichen 2-3 Tage um sich auszukurieren. Befindet sich jedoch Blut im Stuhlgang kann auch bei einem akuten Durchfall kann das Problem etwas tiefer liegen die eine genauere Untersuchung notwendig machen.

  • Das Immunsystem kann geschwächt sein
  • Wenn über längere ein Medikamente wie etwa Antibiotika eingenommen wurde
  • Wenn man sich mit einem Durchfall-Erreger beispielsweise im Krankenhaus angesteckt hat.

Durchfall bekämpfen, was macht Sinn und was nicht

Hält ein Durchfall schon über Tage an ist der Besuch beim Arzt die einzig richtige Option.

Am Beginn eines Durchfalls kann mit bewährten Hausmitteln oder auch Omis Rezepten Gegensteuer gegeben werden. Handelt es sich um einen „harmlosen“ Durchfall können solche „Kuren“ durchaus erfolgreich sein.

  • Cola und Salzstangen zu konsumieren ist ein schlechter Das Mineralstoff-Defizit wir nicht ausreichend kompensiert.
  • Rehydrationslösungen in der Mischung 1 Liter Wasser Gemischt mit einem halben Teelöffel Kochsalz und 6 Teelöffel Zucker soll kleine Wunder bewirken.
  • Sich einfach entspannen und ausruhen kann nie verkehrt sein.
  • Gegen Bauchschmerzen ist eine Heizflasche ein gutes Gegenmittel.
  • Oma ist der Ansicht, ein geriebener Apfel mit Schale soll das Beste gegen Durchfall sein.
  • Bananen enthalten viele Nährstoffe und sind ein weit bekanntes natürliches Hausmittel gegen Durchfall.
  • Genau so bekannt und beliebt sind Schwarz-und-Grüntee.
  • Auch Tee aus Heidelbeeren soll bemerkenswerte Erfolge bringen
  • Eine klare Brühe, möglichst ohne Fett steht weit oben in der Beliebtheit der Hausmittel gegen Durchfall.
  • Auch Karottensaft und Karottensuppe ist beliebt. Sie sollen verhindern, dass sich Bakterien an den Darmwänden ablagern können.
  • So gut wie alle Kräutertees werden als „Wundermittel“ gehandelt.

All diese Hausmittel als Nonsens abtun zu wollen wäre sicherlich verkehrt. Seit Menschengedenken wurde Durchfall mehr oder weniger erfolgreich genau mit diesen natürlichen Heilmitteln bekämpft.

Bei einem sich anbahnenden Durchfall sollte auf Schonkost umgestellt werden. Um den ehe schon geforderten Magen-Darmtrakt möglichst zu schonen kann eine sofortige Nahrungsumstellung Schlimmeres verhüten. Auf Fette, Öle und auch Butter soll rigoros verzichtet werden. Genauso sind Milch und Milchprodukte kontraproduktiv.

Empfehlenswert sind:

  • Obstkompott mit Schale
  • Toast und Weissbrot, Zwieback und auch Knäckebrot
  • Salzstangen
  • Fleisch ohne Fett
  • Gemüse wie Karotten und Spinat
  • Brühe mit Reis oder Nudeln
  • Haferbrei
  • Kartoffelpüree

Verzichten sollte man auf:

  • Alles was fetthaltig ist
  • So wie etwa Salami und Wurstwaren allgemein
  • Alle Speisen aus der Fritteuse (Pommes) etc.
  • Rohes Gemüse mit Ausnahme von Karotten
  • Fruchtsäfte
  • Alle Speisen mit Säuregehalt
  • Zu viel Kaffee
  • Übermässiger Alkohol
  • Im Zweifelsfalle besser gar nichts essen

Hingegen ist es sehr wichtig viel zu trinken, am besten Grün-oder-Schwarztee, gut gezuckert in Raumtemperatur, keinesfalls kalt.

Auf den Punkt gebracht

Durchfall ist immer mit Unannehmlichkeiten verbunden. Einer Arbeit nachzugehen ist meistens nicht möglich. Mit einer ordentlichen, begründeten Abmeldung beim Arbeitgeber wir man auch Verständnis haben. So gut wie jedermann hatte schon einmal, oder mehrfach Durchfall und weiss wovon die Rede ist.

Zum guten Glück ist Durchfall sehr oft in die Kategorie kurzfristige Beschwerden einzuordnen. Etwas Ungewohntes zu essen kann schon ausreichen, eine „Magenverstimmung“ mit Durchfall zu bekommen.

Mit bewährten Hausmitteln entschärft sich die Lage oftmals innert 2-3 Tagen. Nichts ist  passiert, Folgen sind kaum zu erwarten.

Erst bei länger anhaltendem oder immer wiederkehrenden Durchfall bleibt der Gang zum Arzt nicht aus.

Durch viele mögliche Verursacher tun sich auch Kapazitäten schwer schnell eine verbindliche Diagnose zu stellen zu können. Oft muss experimentiert werden um den „Übeltäter“ lokalisieren zu können. Insgesamt wird von RDS gesprochen.