Die Sypmptome sind vielfältig

RDS ( Reizdarmsyndrom ) kein Phänomen der Neuzeit. Diese Problematik ist so alt wie die Menschheit. Schätzungen gehen davon aus, dass alleine in Deutschland rund 15 Millionen Menschen mehr oder weniger stark davon betroffen sind.

Seit über 100 Jahren versuchen Forscher den Ursachen auf den Grund zu gehen. Der Wissensstand hat sich verbessert. War man früher der Ansicht dass ausschliesslich Stress der Auslöser ist, gesellen sich nun mehrere mögliche Verursacher dazu.

Unabhängig vom Verursacher sind die Symptome identisch. Ein Reizdamrsndrom ist in aller Regel lediglich mit Unannehmlichkeiten und gelegentlich auch mit Schmerzen verbunden. Eine ernsthafte Gefahr für Leib und Leben ist kaum zu befürchten.

Typische Anzeichen sind:

  • Unregelmässigkeiten im Stuhlgang, ( Durchfall / Verstopfungen)
  • Blähungen und Bauchschmerzen
  • Ein dauerndes Völlegefühl verbunden mit Blähungen
  • Das autonome Nervensystem ist über-aktiviert was zu Angstzuständen und Unruhe führen kann

Weitere Anzeichen können sein:

  • Probleme mit dem Kreislauf
  • Nervosität
  • Dauernde Müdigkeit bis zur Erschöpfung
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsschwächen
  • Aufstossen mit Beigeschmack
  • Chronische Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Angstzustände

Wenn eines oder kurzfristig auch mehrere dieser Symptome auftreten muss jedoch nicht gleich zwangsläufig mit RDS gerechnet sein.
Die Ursachen können sehr unterschiedlicher Natur sein und sind oft lediglich eine Sache von Stunden oder 1-2 Tagen.

Ein sofortiger Arztbesuch ist angesagt bei:

  • Stuhlgang mit Blutspuren
  • Koliken und schmerzen die oft in der Nacht auftreten
  • Hohes Fieber
  • Schneller Gewichtsverlust

Auch für Fachärzte ist eine klare Diagnose zum Verursacher von RDS nach wie vor sehr schwierig. Viele mögliche Auslöser ist die eine Problematik. Dazu kommt dass wir Menschen alle sehr unterschiedlich auf Einflüsse wie Nahrung und Lebensumstände reagieren.

Wann kann Reizdarmsyndrom bemerkt werden?

Menschen, die schon immer einen etwas empfindlichen Magen hatten werden wohl meistens zuwarten bis die Beschwerden längerfristig stärker werden bevor sie reagieren. Menschen die noch nie Magen-Darmprobleme hatten werden sich schnell mal fragen was könnte die Beschwerden ausgelöst haben. Der Erkrankungsverlauf kann auch schleichend beginnen um dann ernsthaftere Formen anzunehmen.

Nicht selten handelt es sich hier um eine ganz „normale“ Infektion des Magen-Darmtraktes der medikamentös behandelt werden kann. Hier kommen in der Regel Antibiotikas zur Anwendung.Sind die Probleme jedoch tiefgreifender kann Antibiotika auch kontraproduktiv sein, da auch „gute Bakterien“ vernichtet werden.

Ein sicheres Anzeichen für ein mögliches Reizdarmsndrom sind sicherlich Abnormitäten im Stuhlgang. Das kann sich sowohl um dauernden Durchfall, wie aber auch in einer chronischen Verstopfung äussern.

Anfänglich können sich diese Beschwerden in Schüben bemerkbar machen. Es kann sein, dass sich über Tage oder gar Wochen keine Beschwerden bemerkbar machen, dies treten aber immer mal wieder, oft in sich verkürzten Abständen wieder auf.

Dies kann denn Schluss zulassen dass die Beschwerden auf Stress zurück zu führen sind. In Stressphasen, die beruflich aber auch privater Natur sein können, kann der Magen-Darmtrakt etwas „verrückt“ spielen.

Währen der Schlafphase dürften sich keine Beschwerden bemerkbar machen. Das Problem beginnt mit dem Aufstehen und der psychischen Verarbeitung von Problemen. Der erste Gang zur Toilette kündigt sich an. Oft haben Betroffene jedoch das Gefühl sich nicht vollständig entleert zu haben.

Mit der Lösung psychischer Probleme kann sich dieses Symptom oftmals von alleine verabschieden.

Eine weitere Hauptursache von RDS Symptomen kann auch eine Ernährungsumstellung sein. Beispielsweise, wenn eine Diät begonnen wird. Besonders radikale Diäten können sich auf den Magen niederschlagen. Oftmals werden auch Nahrungsergänzungsprodukte eingenommen. Solche Produkte können Inhaltsstoffe haben, die der Magen ganz einfach nicht gewohnt ist. Dass kann sich in einem aussergewöhnlichen Stuhlgang äussern. Sowohl Durchfall wie auch Verstopfungen können auftreten.

Dies ist kein Anlass zur Panik, lediglich sehr unangenehm. Mit einem mindestens teilweisen Rückgang zu den gewohnten Mahlzeiten ist eine Besserung zu erwarten.

Was ist ein normaler Stuhlgang?

Im „Normalfall“ suchen wir die Toilette 2-3 mal täglich auf um uns „Erleichterung“ zu erschaffen.

Die meisten Menschen haben hier einen täglichen Rhythmus. Beispielsweise nach dem Frühstück und vor dem Schlafen gehen nochmals, oder nach der Hauptmahlzeit. Diese Zeiten können jedoch von Mensch zu Mensch völlig unterschiedlich sein. Die Uhrzeiten sagen also nichts über einen intakten Magen-Darm-Trakt aus.

Von Durchfall wird gesprochen wenn die Ausscheidung wässerig ist. Von chronischem Durchfall wird gesprochen wenn sich dies über Wochen oder gar Monate nicht bessert. Mehr wie drei tägliche Stuhlgänge sind als anormal zu bezeichnen.

Durchfall kann je nach Ursache schon mal ein paar Tage herhalten. Bessert sich die Lage jedoch nach einer Woche nicht, ist der Gang zum Arzt empfehlenswert.

Im Gegensatz dazu kann eine Verstopfung sehr unangenehm sein. Wer oftmals über Tage keinen Stuhlgang hat, wird in aller Regel auch mit Bauchschmerzen konfrontiert werden. Hier kann bei einem erstmaligen Auftreten der Beschwerden mit einem sanften Abführmittel versucht werden die Situation wieder unter Kontrolle zu bringen. Treten Verstopfungen öfters oder gar chronisch auf kann ein Arzt das Rätsel lösen und Abhilfe schaffen.

Wer über andauernde Bauchschmerzen klagen muss ist nicht zu beneiden. Bauchschmerzen haben jedoch nicht immer Einfluss auf den Stuhlgang, der kann oftmals ganz „normal“ funktionieren.

Die Redenswendung: (Das schlägt mir auf den Magen) kommt nicht ungefähr. So können schlechte Nachrichten, aber auch Stresssituationen durchaus Magenbeschwerden und Magenkrämpfe auslösen.

Mit der Entspannung der augenblicklichen Situation vergehen diese Schmerzen meistens auch wieder. Hier kann von sehr oft einer kurzfristigen Beschwerde gesprochen werden. Aber auch hier gilt: Sind Bauchschmerzen als chronisch zu bezeichnen stimmt irgendetwas nicht. Es ist dem Arzt seine Aufgabe den oder die Verursacher zu eruieren.

Eine aus den Fugen geratene Darmflora kann für Blähungen verantwortlich sein. Es wir zu viel Methan-Gas produziert. Dieses Gas muss gelegentlich entweichen was für die betroffenen Personen sehr peinlich sein kann. Nebst den Geräuschen können auch sich auch unangenehme Düfte den Weg in die Freiheit suchen.

Blähungen sind meistens eine kurzfristige Angelegenheit, verursacht durch die Nahrungsaufnahme. Frischgepresste Säfte wie Apfelsaft, Traubensaft verträgt nicht jeder Körper. Auch Creatin das sich in Nahrungsergänzungsmitteln findet kann Blähungen verursachen.

Gelegentlich etwas „Luft ablassen“ ist kein Anzeichen für eine ernsthafte Erkrankung. Anstandshalber sollte man sich zu diesem Prozess jedoch etwas von seinen Mitmenschen entfernen.

Auch hier gilt die Faustregel: Chronische Blähungen haben einen ernsteren Hintergrund. Der Besuch eines Arztes kann nicht verkehrt sein.

Das Essen war einfach zu gut. Man hat zu viel gegessen und ein unerträgliches Völlegefühl. Ein „Verteiler“ (Kräuterschnaps) kann schon Linderung bringen. Spätestens nach dem nächsten Stuhlgang sollte sich das Problem erledigt haben. Dies ist aber nicht immer so. Blähungen können ein Völlegefühl vermitteln. Gase die noch im Darm enthalten sind gaukeln vor sich nicht vollständig entleert zu haben.

Mit einem gesunden Magen-Darm verhalten wird sich dies relativ schnell normalisieren. Bleibt dieser Zustand länger, ist auch hier ein Arztbesuch kein Luxus.

Kaum zu glauben, aber die Wissenschaft hat es bewiesen. Darm und Kopf arbeiten eng zusammen. Durch eine vegetative Überreizung kann es zu Unruhe-zuständen kommen. Hirn und Darm kommunizieren über das sogenannte vegetative Nervensystem. Ist dieses Nervensystem überaktiv kann es auf die Psyche schlagen. Die Folgen sind Nervosität bis hin zu richtigen Angstzuständen was wiederum auf „den Magen schlägt“.

Der Magen-Darm-Trakt ist ein sensibles Gebilde. Schon kleine Ursache können Beschwerden verursachen. Glücklicherweise sind viele Ursachen relativ leicht zu bekämpfen. Die Problematik liegt in der Suche der Verursacher.

Bei kurzzeitigen Beschwerden ist der Gang zu einem Spezialisten nicht zwingend. Es ist auch kaum mit ernsthaften Folgen zu rechnen. Wer jedoch solche Symptome über Tage oder gar Wochen verspürt darf sich nicht genieren ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.